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Ideen für Kolloquien

Entscheid- und Steuerungsprämissen im Vorfeld einer symbolischen Auslegung

 

Immer wieder (vgl. die Zusammenstellung hier) haben wir

• die Leistungen von "Signifiants" untersucht: der Raum, Kleider, der Leib, der Spiegel, das Buch usw;

• oder wir haben gefragt, wie ein "Signifié" symbolisch repräsentiert werden kann: Darstellung von Identität, von Emotionen, von sozialen Gruppen;

• einige Kolloquien führten zu theoretischen Aspekten: Missgeschicke beim Symbolgebrauch, Projektionen, Allegorie.

Zu diesem Typ gehört das für 2022 vorgesehene Kolloquium:

 

Aufgrund von welchem Vorverständnis* wird etwas überhaupt als Symbol wahrgenommen – und dann interpretiert – oder als nicht-symbolisch aufgefasst?

*) Begriff der Hermeneutik, Vgl. H.G-Gadamer, Wahrheit und Methode II,1,a) (3.Aufl. 1972, S. 250ff.)

Anders gesagt: Was sind die "Trigger" / was sind die "Inhibitoren" einer Deutung? Was veranlasst bzw. was verhindert eine symbolische Deutung?

Beispiele: Soziokulturelle Auslöser bzw. Blockaden? "Tiefenpsychologisch" angelegte Auslöser (vgl. C.G.Jungs Archetypen)? Durch Bildung antrainierte Auslöser bzw. Blockaden? Von den Erzeugern geforderte Blockaden oder nahegelegte Auslöser?

Deux erreurs: 1° prendre tout littéralement; 2° prendre tout spirituellement. (Blaise PASCAL, Pensées, Nr. 648 [Brunschvicg])

Was geschieht bei der Ablehnung des symbolischen Verstehens? Und was, wenn man alles als symbolisch auffasst?

Das Wort Symbol haben wie im Wettstreit heute alle sich zum Gegenstande des Gebrauchs genommen, die aus der Mitte unserer Landsleute sich nur in der Anwendung dieses einen Wortes klug vorkommen.
Friedrich Creuzer 1808

Alles was geschieht ist Symbol, und, indem es vollkommen sich selbst darstellt, deutet es auf das Uebrige. In dieser Betrachtung scheint mir die höchste Anmaßung und die höchste Bescheidenheit zu liegen.
Goethe an Carl Ernst Schubarth 2. April 1818
> http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Briefe/1818

Das soll nicht im luftleeren Raum, sondern anhand konkreter Beispiele diskutiert werden. Nach gewalter Diskussion wissen wir vielleicht mehr über dieses seltsame Phänomen namens "Symbol".

  • Ursprung der Fundamentalismen aller Schriftreligionen und Folgen für die Gläubigen
  • Programm-Musik vs. Ornament (Hanslick: Musik besteht aus tönend bewegten Formen.)
  • Wörtlichnehmen von Mythen: Was für ein Fisch verschlang den Jonas? Zu welcher Jahreszeit begann die Sintflut? (Was ist mit der Beantwortung dieser Fragen gewonnen?)
  • Allegorische Auslegung antiker Mythen, der Bibel sowie moderner literar. Texte, von Märchen (z.B. Eugen Drewermann)
  • Traumdeutung von Artemidor bis Freud – Chiromantie – Mantik – Astrologie
  • Ein Testfall wäre die "gegenstandslose" Kunst, z.B. Kasimir Malevitsch, Schwarzes Quadrat (1915) oder Barnett Newman, Vir Heroicus Sublimis (1950): Welche Deutungen werden damit provoziert? Sind das Projektionen (vgl. unsere Tagung 2010) oder kann man sie als eine Art von Pareidolie begreifen?

 


Symbolik der Glorifizierung, der Macht, der Gewalt

M.W. Gewalt zwischen Individuen, Gewalt zwischen Staaten, Gewalt zwischen Mensch und Umwelt. Menschen tun anderen Menschen sowie der sie umgebenden Natur ständig Gewalt an, das beginnt mit der Kindererziehung und endet mit Weltkriegen

Der Umgang mit der Gewalt kann vorausschauend sein, wenn man die symbolische Androhung derselben erkennt und vorwegnimmt.

Die Gewalt, die Menschen einander zufügen, ist momentan und kurzzeitig – aber die symbolische Markierung der Gewaltbereitschaft ist es, die aus einem kurzzeitigen Ausbruch einen dauerhaften Terror macht. Die symbolische Androhung ist es, die den Unterschied macht zwischen einem Wutausbruch und der systemischen Gewalt.

Symbolik der Gewalt ist etwas anderes, wenn auch eng verwandt, weil ein Teil der Symbolik der Macht. Die Symbolik der Macht setzt zumeist eher auf Pracht und Dominanz, Staatskarrossen, Ehrengarden, Ewige Flammen sind Machtinsignien, und darin ist die Gewalt präsent (sonst hätte die Ehrengarde keine Gewehre sondern Luftballons).

Das (deutsche) Wort Macht changiert zwischen den Bedeutungen "reines Vermögen – "Stärke " – "Herrschaft" –"Gewaltausübung".

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Die folgende Ideen-Sammlung dient als Anregung; sie ist fokussiert auf die ältere Zeit, ist etwas eurozentrisch ausgefallen – und bedarf dringend der Erweiterung. Es fehlen insbesondere noch die Dichtung der Moderne sowie Machtsymboliken im persönlichen Bereich.

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Der mächtigste Waltende ist der Erschaffer der Welt. Ovid schildert in »Metamorphosen« eine Kosmogonie: Im ursprünglichen Chaos (I,4) waren die Elemente zwar schon vorhanden, aber nicht funktionsfähig, und sie hemmten einander. Diesen Zwist schied ein Gott, eine höhere Wirkkraft (hanc deus et melior litem natura diremit I,21), so dass die Elemente entwirrt wurden. Über die Gottheit schweigt sich Ovid aus: wer auch immer von den Göttern es war (quisquis fuit ille deorum I,32).

Virgil Solis 1514–1562 stellt das so dar – die Gottheit anthropomorph mit dem Gestus des Zerteilens:

PVB. OVIDII NASONIS Metamorphoseon libri XV. In singulas quasque fabulas argumenta, Francofurti ad Moenum MDLXVII. (Erstausgabe der Holzschnitte 1563)

Der HErr der hebräischen Bibel zeigt seine Macht dem Volk Israel/Juda immer wieder.

Literaturhinweis:

Walter Dietrich, Artikel »Allmacht Gottes« (2006)
> https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/13033/

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Der gute Herrscher wird charakterisiert in sog. Ständebüchern — die Texte wären noch genau zu studieren:

[Tommaso Garzoni] Piazza universale, Das ist: Allgemeiner Schawplatz / Marckt / vnd Zusammenkunfft aller Professionen / Künsten / Geschäfften / Händeln vnd Handtwercken/ &c. Wann / vnd vom wem sie erfunden: auch welcher massen dieselbige von Tag zu Tag zugenommen: Sampt außführlicher Beschreibung alles dessen / so darzu gehörig […] Allen Politicis, auch jedermänniglich weß Standes der sey / sehr nutzlich vnd lustig zu lesen. Eerstmaln durch Thomam Garzonum, Italianisch zusammen getragen: anjetzo auffs trewlichste verteutscht […] Franckfurt am Mayn / In Verlag Matthæi Merians Sel. Erben 1659. (Das Bild aus dem Ständebuch von Jost Amman 1568) — Welche Symbolik hat der Hund?

Der Regent
Zähmt Herr-Rebellen, die euch nachstellen.

Wen man soll Herr und Edle nennen,
der muß zuvor in sich erkennen,
ob er kein Laster-Knecht nicht sey.
Nur Adler Herrschen, nichrt die Eulen.
Die Herrschaft ohne Tugend-Seulen
ist eine güldne Sclaverey.

Abbildung Der Gemein-Nützlichen Haupt-Stände Von denen Regenten Und ihren So in Friedens- als Kriegs-Zeiten zugeordneten Bedienten an/ biß auf alle Künstler Und Handwercker/ Nach Jedes Ambts- und Beruffs-Verrichtungen/ meist nach dem Leben gezeichnet und in Kupfer gebracht/ auch nach Dero Ursprung/ Nutzbar- und Denkwürdigkeiten/ kurtz/ doch gründlich beschrieben/ und ganz neu an den Tag geleget von Christoff Weigel / in Regenspurg 1698.

Das Gegenbild:

Wir haben leyder inn vnserer gemein/ statt vnnd landt einen unverechten/ grimmigen/ bösen Herrn vnd Tyrannen:

Der Tyrann steht vor seinem Thron und hat statt Szepter und Reichsapfel ein Schwert, ein Rutenbündel und eine Peitsche in seinen Händen. Er wendet den Blick von seinen Untertanen ab, die verzweifelt zu ihm schauen. — Über ihm baumelt bereits das Damoklesschwert.

Trostspiegel in Glück vnd Vnglück. Francisci Petrarche, des Hochberümpten, Fürtrefflichen, vnd hochweisen Poeten vnd Oratorn, zwey Trostbücher, Von Artznei vnd Rath, beydes in gutem vnd widerwertigem Glück ... ; Allen Haußuättern, vnd Regimentspersonen ... sehr nützlich vnd tröstlich zuwissen. Jetzund von newem widerumb zugericht vnd in Truck verfertiget, Franckfort am Meyn: Egenolff 1572; II, Nr. 39 [Erstausgabe 1532|

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Wer regieren will, muss über die richtigen Insignien verfügen.

Vgl. dazu den Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskleinodien

Heutzutage (Januar 2021) verfügen gewisse Putentaten über eine vergoldete Klobürste als Szepter:

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Desiderat:    Heraldik

> https://www.heraldik-wiki-de

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Herrschende haben sich immer gerne als Reiter hoch zu Ross darstellen lassen. Hier als Bespiel das Reiterstandbild von Louis XIV, das der Zürcher Bronzegießer Johann Balthasar Keller (1638–1702) 1693 verfertigte:

Joh. Caspar Füeßlins Geschichte der besten Künstler in der Schweitz. Nebst ihren Bildnissen, Zweyter Band, Zürich, bey Orell, Geßner und Comp., Zweyter Band 1769.

Sehr prägnant ist das Denkmal von König Johann III. Sobieski (1629–1696) auf einem sich aufbäumenden Pferd, der über zwei besiegte Türken hinwegreitet > hier auf Wikipedia.

Sobieski gilt als Retter Wiens während der Türkenbelagerung 1683. Der König von Polen ließ das Denkmal 1788 – es herrschte wieder ein Türkenkrieg – in Erinnerung an diese Tat errichten.

Nicht nur Männer: Auch die Freiheitskämpferin Anita Garibaldi (1821–1849) bekommt in Rom auf dem Gianicolo 1932 eine Reiterstatue.

Literaturhinweise speziell hierzu:

Harald Keller, Artikel "Denkmal", in: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. III (1954), Sp. 1257–1297 > http://www.rdklabor.de/w/?oldid=92988

Achim Aurenhammer / Ralf von den Hoff, Aufsatz zum Reiterstandbild (2020)
> https://www.compendium-heroicum.de/lemma/reiterstandbild/

Das Reiten auf einem Pferd ist eine herrschaftliche Gebärde:

Vgl. hierzu die Studie von

Andreas Hebestreit hier >>> als PDF

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Der König von Siam benutzte eine Elefanten als Reittier zur Repräsentation der Macht:

Guy Tachard, S.J. (1651–1712), Voyage de Siam, des pères jésuites, envoyez par le roy aux Indes & à la Chine, avec leurs observations astronomiques, et leurs remarques de physique, de géographie, d’hydrographie, & d’histoire, Paris 1686. — Pierre Paul Sevin (Zeichner) / Cornelis Vermeulen (Stecher) > Digitalisat

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Apotheose des Prinzen Eugen (1663–1736):

Radierung von Salomon Kleiner (1700–1761) [und Jeremias Jakob Sedelmayr?], Augsburg 1731. — Ausschnitt; das ganze Bild hier
> https://sammlung.belvedere.at/objects/17424/glorifikation-des-prinzen-eugen?#

Vorlage ist die 1721 entstandene Statue von Balthasar Permoser (1651–1732)
> https://sammlung.belvedere.at/objects/3013/apotheose-des-prinzen-eugen-von-savoyen

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Herrschende verwenden zum Ausdruck Ihrer Macht gerne Staatskarossen. (Einige – insbesondere wenn sie Nähe zur Bevölkerung demonstrieren wollten – fielen darin auch einem Attentat zum Opfer, wie Erzherzog Franz Ferdinand 1914 und President Kennedy 1963 …)

[Johann Ludwig Gottfried] Historische Chronica. oder Beschreibung der Fürnemsten Geschichten, so sich von Anfang der Welt, biß auff das Jahr Christi 1619 zugetragen. [Auflage:] Frankfurt/Main, M. Merians Erben, MDCLVII; S.120. — Dargestellt ist wohl der Triumphzug des Spurius Lucretius Tricipitinus (nach Livius, ab urbe condita III,10)

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Architektur ist ein beliebtes Mittel der Zurschaustellung von Macht.

Der Babylonische Turm:

Genesis 11, 1 ES hatte aber alle Welt einerley zungen vnd sprache. 2 Da sie nu zogen gen Morgen / funden sie ein eben Land / im lande Sinear / vnd woneten daselbs. 3 Vnd sprachen vnternander / Wolauff / lasst vns Ziegel streichen vnd brennen / Vnd namen ziegel zu stein / vnd thon zu kalck / 4 vnd sprachen / Wolauff / Lasst vns eine Stad vnd Thurn bawen / des spitze bis an den Himel reiche / das wir vns einen namen machen / Denn wir werden vieleicht zerstrewet in alle Lender. 5 DA fur der HERR ernider / das er sehe die Stad vnd Thurn / die die Menschenkinder baweten. 6 Vnd der HERR sprach / Sihe / Es ist einerley Volck vnd einerley Sprach vnter jnen allen / vnd haben das angefangen zu thun / sie werden nicht ablassen von allem das sie furgenomen haben zu thun. 7 Wolauff / lasst vns ernider faren / vnd jre Sprache da selbs verwirren / das keiner des andern sprache verneme. 8 Also zerstrewet sie der HERR von dannen in alle Lender /das sie musten auffhören die Stad zu bawen / 9 Da her heisst jr name Babel1 / das der HERR daselbs verwirret hatte aller Lender sprache / vnd sie zerstrewet von dannen in alle Lender. (Lutherbibel 1545)

Biblia ectypa. Bildnußen auß Heiliger Schrifft deß Alten Testaments, Erster Theil. in welchen Alle Geschichten u: Erscheinungen deutlich und schriftmäßig zu Gottes Ehre und Andächtiger Seelen erbaulicher beschauung vorgestellet worden. ... hervorgebracht von Christoph Weigel in Regensburg. Anno M.D.C.xcvii.

Hier der Konstantinsbogen in Rom:

Familien der Oberschicht zeigen mittels Architektur, dass sie dazu gehören – aber noch elitärer sind, was die Höhe des Turms zeigen soll.

›Geschlechtertürme‹ in Bologna (Rekonstruktion von Angelo Finelli, 1917)

Auch die Inneneinrichtung sollte (bei ukrainischen Fürsten) der Macht-Bestätigung dienen, bei goldenem Stuhl-Gang...

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Ein Feuerwerk am Fest für die Majestät: glanzvolle Vergeudung zwecks Repräsentation

Das vom Kurfürsten Johann Georg II. 1678 arrangierte Feuerwerk auf dem Wall in Dresden zeigt die herkulische Vertreibung des Bösen, dieses verkörpert durch die Furien und den Höllenhund Cerberus:

Herculis Feuerwerck auf dem hohen Walle in der churfürstlich sächsischen Residenzstadt Dresden verbrennt den 28. Februarij A. 1678. [Zum Drucke befördert Durch Gabriel Ttzschimmern, Nürnberg: Hoffmann 1680].
> Europeana

Literaturhinweise speziell hierzu:

Die schöne Kunst der Verschwendung. Fest und Feuerwerk in der europäischen Geschichte, hg. von Georg Kohler unter Mitarb. von Alice Villon-Lechner, Zürich: Artemis 1988. (hier das Bild auf S.126/27)

Karl Möseneder, Artikel »Feuerwerk«, in: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. VIII (1983), Sp. 530–607. > http://www.rdklabor.de/w/?oldid=88954

Der ›Lichtdom‹ in Nürnberg 1936 (Bild > Wikipedia)

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Der Mythos von der Sintflut könnte Ausdruck der ›Überflutung‹ einer alteingesessenen Kultur durch eine mächtige bedrohliche Bevölkerung sein.

Radierung von Antonio Tempesta (*ca. 1555–1630)

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Die Marschkolonne als Figur der Macht. (Skeptiker munkelten, als sie 1937 die jungen Männer des Arbeitsdiensts sahen, es brauche nur wenig, um die Spaten durch Gewehre auszutauschen.)

Postkarte aus: Wilhelm Stöckle, Deutsche Ansichten. 100 Jahre Zeitgeschichte auf Postkarten, München 1982 (dtv 10041), Abb. Nr. 100.

Der Massenauflauf, die Huldigung, das Bad in der Volksmenge dient der Bestätigung der Macht.

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Tiere sind beliebte Symbole für die Macht (z.Bsp. Löwe, Adler) oder die zu überwindenden Mächte (z.Bsp. Drachen, Schlangen).

Dabei kann der Löwe auch Symbol sein für die unterworfene Macht. Plinius (naturalis historia VIII, xxi, 55) schreibt über die Löwen:

Unter das Joch gebeugt und vor den Wagen gespannt wurden sie zuerst in Rom von M.Antonius, und zwar während des Bürgerkrieges nach der Schlacht auf den Pharsalsischen Feldern, nicht ohne eine gewisse Vorbedeutung für die zeit, da jenes Vorzeichen besagt, edle Geister würden unter das Joch gezwungen.

Die Schlacht fand 48 v.u.Z. statt; Andrea Alciato bezieht das in seinem Emblembuch auf die Ermordung von Cicero (43 v.u.Z.):

IIII. Zamung der gar fraydigen. [freidig: kühn, mutig, aber auch frech, unverschämt]

Als Antony het erschlagen
Cicero den beredten man,
Setzt er sich auff einen wagen,
Und spannet fraydig Lewen dran.
Wolt mit der hochfart zaygen an,
Gleich wie er die Lewen gezambt,
Also het er manch grossen man
Zu Rhom mit seinem gwalt gedambt.

Das Bild aus Liber emblematum ... Kunstbuch, Franckfurt am Main 1567;
Der Text in der Übersetzung von Wolfgang Hunger aus Andreae Alciati Emblematum libellus, Paris 1542.
> https://www.emblems.arts.gla.ac.uk/alciato/emblem.php?id=A67a124

Wie sich die Diktaturen gleichen!

   

Links: Text (übers. aus dem Russischen): Rotten wir die Spione und Abweichler aus, die ... Agenten des Faschismus! (Website der Quelle nicht mehr aktiv).
Rechts: Plastik Der Rächer von Arno Breker

Der Drache ist der Widersacher schlechthin:

Sus au monstre! In: Le Petit Journal, 20 septembre 1914
> Wiki Commons

Der Tintenfisch / Polyp, der mit seinen Tentakeln zugreift, wurde in der Propaganda gerne als Symbol für eine feindliche Macht verwendet:

"Cinderella Stamp", Paris 1917/18 (Vorbild ist eine Graphik von Maurice Neumont.) Gefunden auf www.barronmaps.com

Mehr dazu auf dieser Seite hier.

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Ein Machtanspruch zeigt sich im Gesichtsausdruck. Johann Caspar Lavater (1741–1801) hat das physiognomische Konzept des ›Starken‹ so skizziert:

Stärke mit Feuer; Vordrang, Muth, Gefahrverachtung; Entschlossenheit des Gereizten und Leichtreizbaren. Diese Stärke ist weniger tragend; Weniger duldend, als zertretend. Sie kündigt sich an; Sie ist Ruhe, ehrwürdig, aufgebracht, furchtbar drohend. [Wessen Portrait ist es?]

J.C. Lavaters physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntniss und Menschenliebe, verkürzt herausgegeben von Johann Michael Armbruster, Winterthur, in Verlag Heinrich Steiners und Compagnie, Winterthur, 3 Bände 1783 / 1784 / 1787; Band 3, Beylagen zum dritten Kapitel, XX. (S. 248).

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Imponiergehabe ist im Homo "sapiens" erblich angelegt. Die Schultern bei höheren Primaten-Männchen zeigen zu diesem Zweck mittels Haaren einen vergrößerten Umriss:

Die Menschen-Männer imitieren das mittels Kleidungstücken:

Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Liebe und Hass. Zur Naturgeschichte elementarer Verhaltensweisen, München: Piper 1970, S. 28f. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors IEE)

Eine beliebte Macht-Geste ist die geballte Faust, die bis in die jüngste Zeit, auch und gerade wenn die Macht schwindet:

(Mehr dazu im Kapitel zu den Händen)

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Das Imponiergehabe wurde gerne für Karikaturen verwendet.

Grandville (Jean Ignace Isidore Gérard, 1803–1847) zeichnet Monsieur Vautour:

Scènes De La Vie Privée Et Publique Des Animaux. Études De Mœurs Contemporaines, Publiées Sous La Direction De M. P.-J. Stahl, Avec La Collaboration De Messieurs De Balzac ... Vignettes Par Grandville, Paris: J. Hetzel Et Paulin, Éditeurs 1842.

Die in Wien erscheinende Satirezeitschrift »Kikeriki« karikierte am 29. August 1870 nach dem Deutsch-Französischen Krieg Bismarck als Pfau. Die Federn sind angeschrieben mit den Kriegsschauplätzen, an denen Preussen erfolgreich war: Wörth, Mars-la-tour, Gravelotte, Vionville, Metz u.a.

aus: Eduard Fuchs, Die Karikatur der europäischen Völker. 1: Vom Altertum bis zur Neuzeit – 2: Vom Jahre 1848 bis zur Gegenwart, Berlin: Hofmann 1901/03; Band 2, Abb. 247.

Lenin der Vielgewandte, Karikatur von Erich Schilling in: Simplicissimus Jahrgang 27 (1922) Heft 1, S. 15

Auf der großartigen Online-Edition der Klassik Stiftung Weimar (www.simplicissimus.info) unter 27_01_015.jpg

Die Idee beruht auf der Vorstellung der viel-armigen mythologischen Gestalt Geryon, der in der Emblematik des 16.Jhs. freilich für die Unüberwindlichkeit der Einigkeit (Concordia insuperabilis) steht!
> https://emblems.arts.gla.ac.uk/alciato/facsimile.php?id=sm45-D8r

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In der Emblematik des 16./17. Jahrhunderts ist das Thema der Mächtigen omnipräsent. Teils wird Kritik geübt, teils werden die Herrschenden zu einem tugenhaften Verhalten ermuntert.

Beispiel: Der Kentaur Chiron wird in antiken mythologischen Quellen geschildert als ein Weiser, er ist Erzieher mehrerer Helden. Der Kentaur ist ein Mischwesen aus Pferd (steht für die Stärke, wie der Bogen in der einen Hand) und Mensch (steht für die Klugheit, wie die Schlange in der anderen Hand).

Viribus iungenda sapientia — Kraft muss mit Weisheit verbunden sein
Uti qui nescit robore saepe cadit — Wer die Stärke nicht zu gebrauchen weiß, stürzt oft.

Gabriel Rollenhagen / Crispin de Passe, Nucleus Emblematum, Arnheim/Utrecht 1611, Nr. 91

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Eine Technik, um die eigene Macht zu demonstrieren, ist die Verunglimpfung der Opposition.

Beispiel: Bücherverbrennung

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Anerkennung des Machtsymbols verweigert

Der Landvogt Gessler verlangt, dass man seinen auf einer Stange angebrachten Hut grüße. Wie Wilhelm Tell diesen Unterwerfungsgestus verweigert, wird die Symbolik ersetzt durch aktuelle Gewalt (M.W.). Und das kann üble Folgen für den Machthaber haben.

Vnd dieweyl der Vogt wol wußt daß Wilhelm ein guoter armbrostschütz was/ und jm seine kinder seer lieb warend/ vnderstuond er durch sölich mittel in zereitzen/ ließ im fürbringen seinen jüngsten sun/ vnd nötiget jn demselbigen einen öpffel ab dem haupt zeschiessen. […] Wilhelm aber stecket noch einen pfeyl hinden in sein göller/ im fürrsatz/ wo er das kind träffe/ alsbald auch den tyrannen zerschiessen.

Auf dem Bild ist der Hut auf der Stange sichtbar, und im Hintergrund erkennt man, wie Tell vom Boot springt und dann in der Hohlen Gasse mit der Armbrust den reitenden Landvogt erschießt.

Gemeiner loblicher Eydgnoschafft Stetten / Landen vnd Völckeren Chronik wirdiger thaaten beschreybung […] durch Johann Stumpffen beschriben […] Zürich bey Christoffel Froschouer M.D.XLVII. I, fol. 328 verso

Mehr zum Tellenschuss auf dieser Website.

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Das Inverse zur Macht-Symbolik ist die Unterwerfungs-Symbolik.

••• Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Papst Hadrian IV. trafen am 8. Juni 1155 bei Sutri zusammen. Der Papst forderte vom Kaiser den sog. Stratordienst (lat. strator ist der Reitknecht, der das Pferd satteln und seinem Herrn beim Aufsteigen helfen musste). Dieser weigerte sich zunächst, weil dies eine vasallische Abhängigkeit zum Ausdruck bringe. Erst als er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass anno 1130 bereits Lothar III. Papst Innozenz II. diese Ehre angetan hatte, willigte Barbarossa ein.

Neu-eröffneter Historischer Bilder-Saal, Das ist: Kurtze, deutliche und unpassionirte Beschreibung Der Historiae Universalis, Von Anfang der Welt biß auf unsere Zeiten, in ordentliche und mercksame Periodos und Capitul eingetheilet ... Dritter Theil, Sultzbach: Lichtenthaler 1694, S. 412 [hier aus der 3.Auflage 1733]

Es entstund aber unter Wegs [nach Rom] zwischen dem Pabst Adriano IV. und dem Käyser abermal ein kleiner Mißverstand in dem der Käyser recusirte dem Pabst beym Auf- und Absitzen vom Pferd dem Steigbügel/ wie die vorherigen Käyser zuthun gepfogen/ zuhalten/ in dessen Entstehung [Unterlassung vgl. Dt-RechtsWB] ihm der Pabst zu dem Kuß nicht admittieren wolte: Doch als man den Käyser repræsentirte daß diese Ceremonie also Herkommens wäre/ und daß alle seine Antecessores und noch gantz neulich der Käyser Lotharius solche unverweigerlich gethan/ so bequemte er sich auch darzu. (Kontext hier)

Im 12. Jahrhundert entstand diese Darstellung: Kaiser Konstantin der Große leistet den Stratordienst und führt Papst Silvester († 335) auf einem Pferd nach Rom:

Rom, Basilika Santi Quattro Coronati, Oratorium des Hl. Sylvester
> https://de.wikipedia.org/wiki/Santi_Quattro_Coronati#/media/File:00_Stirnwand_8.jpg

Literaturhinweise speziell hierzu:

Robert Holtzmann, Der Kaiser als Marschall des Papstes. Eine Untersuchung zur Geschichte der Beziehungen zwischen Kaiser und Papst im Mittelalter, in: Schriften der Strassburger Wissenschaftlichen Gesellschaft in Heidelberg, de Gruyter 1928.
> https://www.degruyter.com/view/journals/zrgg/50/1/article-p439.xml?language=de

Stefan Weinfurter, Die Päpste als "Lehnsherren" von Königen und Kaisern im 11. und 12. Jahrhundert? in: Ausbildung und Verbreitung des Lehnswesens im Reich und in Italien im 12. und 13. Jahrhundert, S. 17–40.
> http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/vuf/article/view/33708/27405

Andreas Sohn, Bilder als Zeichen der Herrschaft. Die Silvesterkapelle in SS. Quattro Coronati (Rom), in: Archivum Historiae Pontificiae, Bd. 35 (1997,) S. 7–47.
> https://www.jstor.org/stable/23564493

••• Eine andere Art der Demütigung ist das Abschneiden des Kleids / des Barts

1.Chronik 19,1ff. Und danach geschah es, daß der König der Ammoniter starb, und sein Sohn Hanun wurde König an seiner Stelle. 2 Da sprach David: Ich will Güte erweisen an Hanun, dem Sohn des Nahas, wie sein Vater an mir Güte erwiesen hat! Da sandte David ⟨Boten⟩ hin, um ihn durch seine Knechte zu trösten wegen seines Vaters. Als aber die Knechte Davids in das Land der Ammoniter kamen, 3 da sprachen die Fürsten der Ammoniter zu ihrem Herrn Hanun: Meinst du, daß David deinen Vater … ehren will, wenn er Tröster zu dir gesandt hat? Hat er nicht vielmehr seine Knechte deshalb zu dir gesandt, um die Stadt auszuforschen und zu erkunden und zu durchstöbern? 4 Da ließ Hanun die Knechte Davids ergreifen und ihnen den Bart halb abscheren und ihre Obergewänder halb abschneiden, bis an ihr Gesäß; und er sandte sie fort. 5 Als dies David berichtet wurde, sandte er ihnen entgegen; denn die Männer waren sehr beschämt. Und der König ließ ihnen sagen: Bleibt in Jericho, bis euer Bart wieder gewachsen ist; dann kommt wieder heim! (Übersetzung der Schlachter-Bibel)

In der sog. ›Kreuzfahrerbibel‹ Pierpont Morgan Library, MS M.638, fol. 40v (Ausschnitt):

Von der prächtigen Hompage > https://www.themorgan.org/collection/Crusader-Bible

 

Biblia ectypa. Bildnußen auß Heiliger Schrifft deß Alten Testaments, Erster Theil. in welchen Alle Geschichten u: Erscheinungen deutlich und schriftmäßig zu Gottes Ehre und Andächtiger Seelen erbaulicher beschauung vorgestellet worden. ... hervorgebracht von Christoph Weigel in Regensburg. Anno M.D.C.xcvii

Mehr dazu bei der Kleidersymbolik

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Desiderat:    Gewaltherrscher in Shakespeare’s Dramen – im barocken Trauerspiel – in der modernen Literatur

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Desiderat:    Elias Canetti (1905–1994), »Masse und Macht« 1960.

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Literaturhinweise:

Dietmar Peil, Untersuchungen zur Staats- und Herrschaftsmetaphorik in literarischen Zeugnissen von der Antike bis zur Gegenwart (Münstersche Mittelalter-Schriften 50), München: Fink 1983.
> https://epub.ub.uni-muenchen.de/4904/

Philipp Stoellger (Hg.), Sprachen der Macht. Gesten der Er- und Entmächtigung in Text und Interpretation, Würzburg: Königshausen & Neumann 2008 (Interpretation Interdisziplinär Bd. 5).

Handbuch der politischen Ikonographie, hg. Uwe Fleckner / Martin Warnke / Hendrik Ziegler, München: Beck 2011. Darin besonders die Artikel

  • Franz Matsche, »Apotheose«
  • Uwe Fleckner, »Bildnis, theomorphes«
  • Elke Anna Werner, »Feindbild«
  • Hans-Martin Kaulbach, »Friede«
  • Wolfang Brassat, »Heroismus«
  • Isabelle Rouge-Ducos, »Imperator«
  • Ulrich Keller, »Reiterstandbild«
  • Yvonne Rickert, »Triumph«

 


Das Bild deutet den Text — Der Text erklärt das Bild

In etlichen Gattungen kommen beide Medien vor und unterstützen sich gegenseitig.

• Bande dessinée / Comic strip

Am Ast des Baums hängen kann visualisiert werden; aber der Gesang kann nur als Text thematisiert werden:

Max und Moritz, eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch, 1865.
> http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/busch_max_1865?p=7

• Flugblätter der Frühen Neuzeit

Heinrich Vogtherr d. Ä., Zähmung des Löwen 1524
> http://www.zeno.org/nid/20004356640

Literaturhinweis: Alfred Messerli / Michael Schilling (Hgg.), Die Intermedialität des Flugblatts in der Frühen Neuzeit, Stuttgart: Hirzel 2015.

• Emblematik

Die Last macht’s leicht. — Dazu das Bild einer Uhr. — ???

Des hoch-erleuchteten Theologi, Herrn Johann Arndts, ... Samtliche Sechs Geistreiche Bücher Vom Wahren Christenthum […], Zürich, in Bürcklischer Truckerey getruckt 1746. — Zum 2. Buch, 47. Kapitel.

Erläuterungen hierzu auf der Seite zur Emblematik

• Wissenschaftiche Illustration

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/Anatomy_of_the_Human_Ear.svg

• Bildwörterbuch

Joan. Amos. Comenii Orbis pictus. Swĕt w obrazích. Die Welt in Bildern. Le monde en tableaux, Prag: Jar. Pospišil 1845.

• usw.

Vgl. die Zusammenstellung hier (auf der Website http://enzyklopaedie.ch)

 


///\\ Schräge Parallelen: Überbietungen – Rekreationen – Variationen

Hier auf einer eigenen Seite


Handwerk, Technik, Maschinen als Modelle für Lebendiges

Beispiele: Unkraut jäten für Aszese • Iatromechanik • die mystische Mühle • Wahlverwandtschaften • der rasende Webstuhl der Zeit • Überdruckventil der Emotionen • Hardware/Software im Gehirn • Gleichschaltung • ...

 


Welche "Zeichen" leisten was bei der "Kommunikation"?

Sprache (in allen Ausfächerungen: proprie, metaphorice) — Mimik (vgl. Charles Darwin, The Expression of the Emotions in Man and Animals, 1872) — Bildmedien — Programm-Musik — Kommunikation im Tierreich — ......

 


Psychoanalytische Deutungen von Narrativen

Anregungen (chronologisch):

  • Sigmund FREUD, Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva, Leipzig und Wien: Heller 1907.
  • Carl Gustav JUNG, Psychologie und Alchimie, Zürich: Rascher 1944.
  • Linda FIERZ-DAVID, Der Liebestraum des Poliphilo. Ein Beitrag zur Psychologie der Renaissance und der Moderne, Zürich: Rhein-Verlag 1947. [Zusammenfassung und Kommentar der »Hypnerotomachia« im Lichte der Psychologie von C.G.Jung]
  • Antoinette FIERZ-MONNIER, Initiation und Wandlung, Zürcher Diss., Bern 1951. [zum Artusroman aus Sicht von C.G.Jung]
  • Hedwig VON BEIT, Symbolik des Märchens, Bern: Francke 1952.
  • Emma JUNG / Marie-Louise VON FRANZ, Die Graalslegende in psychologischer Sicht, Zürich 1960.
  • Eugen DREWERMANN, Tiefenpsychologie und Exegese, Olten: Walter (2 Bände) 1984/85.
  • Aron Ronald BODENHEIMER, Der Waldgänger. Wenn die Melancholie dichtet, Wien: Passagen-Verlag 1993.
  • Brigitte BOOTHE, Das Narrativ. Biografisches Erzählen im psychotherapeutischen Prozess, Stuttgart: Schattauer 2010.
  • Peter VON MATT, Literaturwissenschaft und Psychoanalyse, Freiburg/Br.: Rombach 1972.
  • Freiburger Arbeitskreis Literatur und Psychoanalyse: http://www.litpsych.uni-freiburg.de/wp/
  • Frauke Berndt, Eckart Goebel (Hgg.), Handbuch Literatur & Psychoanalyse, Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie 5, De Gruyter 2017.

Darstellung des Nicht-Darstellbaren

GottesbilderSeelenbilderEmotionen — Tabuisiertes — die Entscheidunggeheime Botschaften — usw. —

 



 

Exkursionen

Embleme der Wallfahrtskirche Hergiswald. Link

Die romanische Bilderdecke der Kirche St. Martin in Zillis. Link

Die Felszeichnungen von Crap Carschenna. Link

Führung durch das Money Museum (Zürich) Link

 


Im Aufbau … Holzschnitt des Petrarkameisters, aus: Officia M. T. C. Ein Buch So Marcus Tullius Cicero der Römer zu seynem Sune Marco. Von den tugentsamen ämptern vnd zugehörungen eynes wol vnd rechtlebenden Menschen ..., Augspurg: Steyner, 1531, fol. XLVIverso