Laster- und Tugendallegorien

Zur Beachtung:

Bei dieser Seite handelt es sich um eine Skizze, die noch mit Fehlern behaftet ist.

Die gültige (und einzig zitierbare) Version befindet sich im Buch

»Spinnenfuß & Krötenbauch. Genese und Symbolik von Kompositwesen«
Schriften zur Symbolforschung, hg. von Paul Michel, Band 16, 472 Seiten mit 291 schwarz-weißen Abbildungen
PANO Verlag, Zürich 2013

ISBN 978-3-290-22021-1

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Lasterallegorien

Es ist eine Reihe von Texten und Bildern bekannt, mit denen die Hauptlaster oder Todsünden repräsentiert werden.

Zur Erinnerung: Die septem vitia capitalia nach dem SALIGIA-Schema:

superbia – Hoffart, Überheblichkeit
avaritia – Habgier
luxuria – (sexuell konnotierte) Ausschweifung
invidia – Neid, Missgunst
gula – Schlemmerei
ira – Zorn
acedia – Trägheit, Faulheit

Die Laster werden gerne als Tiere allegorisiert:

Boethius (*um 480/485; † zwischen 524 und 526), Consolatio Philosophiae IV, prosa 3

Wie sich nun aber jeder durch seine eigene Tugend über die Menschheit emporheben kann, so muß andererseits die Nichtswürdigkeit diejenigen, die sie der menschlichen Natur beraubte, auch unter die menschliche Würde herabdrücken und erniedrigen, so daß du den durch das Laster Entstellten fürder nicht mehr für einen Menschen halten kannst. Brennende Habsucht verzehrt den Geizigen, den gewalttätigen, rastlosen Räuber fremder Güter. Mit einem Wolfe wirst du einen solchen Menschen füglich vergleichen! Der Wilde und Unruhige, der seine Zunge nur zum Zanken und Streiten gebraucht, wird dir einem kläffenden Hunde, der heimliche Fallensteller aber, der gern betrügerisch im Trüben fischt, einem Fuchse ähnlich erscheinen. Wer in unmäßige Zornausbrüche verfällt, zeigt die Natur eines Löwen, die eines Hirsches dagegen, wer furchtsam und stets fruchtbereit vor den ungefährlichsten Dingen erzittert. Dem Esel ähnelt der Träge und Stumpfsinnige. Wer leichtsinnig und flatterhaft fortwährend seine Interessen wechselt, unterscheidet sich tu nichts von den Vögeln, und derjenige endlich, der in gemeinen und schmutzigen Fleischeslüsten versunken ist, der ist in seinen wüsten Begierden dem unreinen Schweine verwandt! So kommt es, daß derjenige, der die Rechtschaffenheit aufgegeben und damit zugleich aufgehört hat ein Mensch zu sein, nun, da er sich zum göttlichen Wesen nicht emporzuschwingen vermochte, schmachvoll zu den Tieren hinabsinkt! 

Statt die die Laster darstellenden Tier einfach additiv aufzureihen, kann man sie in einer einzigen Figur bündeln, dann entsteht ein Kompositwesen. So eine Figur ist interessant anzusehen, zieht die Blicke auf sich und ist gleichzeitig ein abstreckendes Scheusal. Beides passt dem Moralprediger ins Konzept.

In einem aus dem 2. Viertel und Ende des 11. Jh. stammenden Codex mit lateinischen geistlichen Texten ist ein Blatt (fol. 63r) mit zwei Kompositwesen eingefügt, welche das Ensemble der Sünden bedeuten. (Wir betrachten nur eines der beiden.)

Courtesy of BSB (Clm 18158)

Die drei Verse bilden das Kompositwesen in drei Registern ab: der erste Vers nennt die dargestellten Tiere; der zweite Vers reiht die entscheidenden Körperteile auf; der dritte die allegorisch bedeutsamen Tätigkeiten – vertikal gelesen bilden die Wörter jeweils einen Satz, zum Beispiel cervus cornu peto. Die Körperteile sind im Bild (mit. sog. Tituli) mit der allegorischen Bedeutung angeschrieben (unten in der Tabelle grün). Der Text stimmt indessen nicht genau mit dem Bild überein: Das gezeichnete Wesen hat keine Vogelflügel. Auch ist eine der Beschriftungen falsch: Der Bauch ist mit venter bezeichnet, das ist ein Signifians, kein Signifikat.

Es gibt noch weitere solche mittelalterliche Darstellungen (vgl. den Aufsatz von Curschmann 1989):

  • bei Herrad von Landsberg, fol. 255verso (überliefert in einem Codex der Bibliothèque Nationale Paris; Herrad von [Landsberg, Äbtissin von] Hohenburg, († ca. 1196), »Hortus deliciarum«, ed. Rosalie Green, M. Evans, C. Bischoff, M. Curschmann, (Studies of the Warburg Institute 36), 2 vols., London / Leiden 1979, fol. 255verso)

  • in einem Antiphonar des 12. Jhs. (Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Cod. Auf. 60, fol 2recto; reproduziert bei Curschmann ### )

  • München Bayerische Staatsbibliothek, Clm. 16012, fo. 181verso

  • in einer Handschrift der ÖNB cod. 370, fol. 155v (reproduziert bei Lutz, Abb. 35)

Einblattdruck mit Lasterallegorie

Im British Museum ist ein Einblattdruck aus dem Ende des 15. Jhs. überliefert:

http://goo.gl/tH1EN 

 

Der zugehörige Text ist nicht gerade ein dichterisches Meisterwerk; er ist dem »Speculum humanae salvationis« des Konrad von Helmsdorf entnommen (hrsg. von Axel Lindqvist, Berlin 1924 = DTM 31, Verse 4597ff.), wobei aber einige Fehler unterlaufen sind. Bereits der Codex 352 der Kantonsbibliothek St.Gallen Vadiana enthält ein Bild.

Es wird nicht der klassische Kanon der Sieben Laster durchgenommen: Es fehlen die Gefräßigkeit (*gula) und der Zeorn (*ira), dafür kommt die Unstetigkeit vor. Der Text stimmt  nicht völlig mit dem Bild überein. Der Kranichfuß hat kein Pendant im Siginifikat-Bereich, und der im Bild sichtbare Hund ist vergessen gegangen – in der Fassung des Konrad von Helmsdorf bedeutete er den Neid und die Gefräßigkeit  (*invidia, *gula). Die Figur trägt kein Eselshaupt, wie der Text besagt, sondern eine Arte Esels-Brosche. Die allegorischen Deutungen der beiden (Fledermaus-)Flügel als Ruhm und Lob gehört nicht ins Muster der sieben Sünden. Die Bezeichnung der welt figur bezieht sich auf den Globus, den das Wesen in den Klauen hält, und müsste übersetzt werden als ›Beherrscherin der Welt‹; dabei mag die Symbolik der Labilität der auf einer Kugel balancierenden Fortuna mitschwingen. In <…> stehen Ergänungen.

Schowent hie jung vnd alt
Der welt figur vnd ir gestalt
Wie gar betrogen ist ir end
Dis sehent ob ir wend
[wenn ihr wollt]
Si treit [trägt] ein kron von fedren zart
Das betütet ir hochfart
[*superbia]
Die si mit mäniger üppikeit
Hat iren dieneren uf geleit
[aufgesetzt]
Ir gröste fröid an hochfart lit [liegt]
Was nun yetz lebt in der zit
Das trencket sy mit irem tranck
Das betütet sy on allen wanck
Ir süchte vnd vnreynikeit
Vnd ir vil große vnküscheyt
[*luxuria]
Damit tuot sy erlaffen [träge machen]
Münch leygen vnd pfaffen
Damitt ir eygenschafft
Alle mit vnküsch sint behafft

Das esels houpt das sy treit
Das betütet tragheit
[*tristitia / acedia]
Als ein esel von recht hat
Die welt nie nie so träg wart
An gottes dienst das sicht man wol
All dis welt ist tragheit vol

----
Den kräwel [Kralle] den die welt treyt
Das betütet gitikeit
[*avaritia]
Damit sy an sich ziehen kan
In diser zit nun wyb vnd man
Menglich stot Jn synnen
Wie es guot well gewynnen
Es syg mitt recht oder nit
Das ist alles
<worden> quidt [~ gleichgültig]
Guot nymet <man> für ere
Des schempt man sich nitt mere

¶ Vnd schwebt mit zweyen fettich [Flügel] ob
Das ist ir ruom vnd ir lob

Das tuoch das die welt vmb treyt
Das betütet ir vnstetikeit
[* kein Pendant in der klass. Lasterlehre]
Vnd stat uff eines kranchen [Kranich] fuos
Vnd weist nit wenn sy fallen muos
So der todt kumpt vnd sy bisset
Vnd ir hochfart nider schlißet
[zerstört]
Dann sint betrogen gar ir kint
Die sy tuot gesehend blint
[die sie, obwohl sie sehen, verblendet]
Söllich end die welt hat
Der ir nit dient ist min rat

Hans Sachs, Die böß gesellschaft

Hans Sachs schreibt, dass er eines Nachts darüber nachdachte, worin die Ursache liege, dass die Laster – er zählt viele auf – überhand nähmen, vor allem bei jungen Leuten; da wird er in einen Traum entrückt. Er befindet sich in einem Röhricht an einem See. Da hört er

Ein wunder-erschröckliche bildnuß.
Das ob der gürtel war gantz weiblich,
so freundlich, das es ist unschreyblich.
Das trug ein gflügelt helmelin,
gelentzet als der stahel schin.
Die recht hand im abghawen was.
Auff seyner lincken hand da sas
Ein schlang mit fewerglastig augen,
Sein marck und blut darauß zu saugen.
So het auch dieses bild nachmals
Ein narren-kappen an dem hals.
Auch hets zwen tracken-flügel lang
Im ruck, darmit das bild sich schwang.
Undter der gürtel da hets ein furm
[ein Aussehen]
Grawssam, gleich eynem lindtwurm.
Dem bild an eyner langen ketten
On zal menschen nachfolgen theten,
Die es fürt in ein tieff gemöß.
Das bild widerumb mit gedöß
Kert sein weg gen dem walde stumpff
Und ließ sie stecken in dem sumpff.
Das volck ward durch eynander krablen,
Hülfloß verderben und verzabeln.

Darüber erwacht der Träumer und denkt: Das bedeutet die böß gsellschafft, (etwa: der schlechte Umgang; das Zusammensein mit schlechten Menschen) welches die jungen Leute verführt.

Bild: Holzschnitt von Peter Flötner 1533 (Zeno.org; besseres Bild im British Museum: http://goo.gl/mGi0T)

Und er legt neun Eigenschaften aus:

  • Der schöne Frauenleib bedeutet, dass sich die bG zunächst freundlich zeigt.
  • Der Helm bedeutet, dass die bG sich zuerst als stark und hilfreich anpreist.
  • Die fehlende recht Hand bedeutet, dass in bG die rechte Treue fehlt.
  • Die schlangenumwundene linke Hand bedeutet, dass in der bG Betrug und Hinterlist verborgen ist, dass der Eigennutz alles Vertrauen ›aussaugt‹.
  • Die Narrenkappe bedeutet, dass die bG in Leichtfertigkeit endet.
  • Die Drachenflügel bedeuten, dass die bG zu lasterhaftem Handeln verhetzt.
  • Der Lindwurmschwanz bedeutet, dass die bG mit Spott, Nachrede, Lüge vergiftet ist.
  • Die Kette bedeutet, dass die Mitglieder der bG in Gewohnheit verstrickt sind.
  • Der sumpf, in den die bG führt, bedeutet, dass sie ihre Anhänger in Trübsal und Schande führt.

Es folgt eine lange Moralisation, man möge bulerey, spiel, wein, leybes wollust meiden und die Gefährten klug auswählen.

Hans Sachs, »Die böß gesellschaft mit iren neun aygenschafften« [27. September 1533], in: Werke, hg. Adalbert von Keller, Band 3, S. 444–449 (Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart 104), 187.

Funktion

Aus der Metapher radix omnium malorum est cupiditas (Gier ist die Wurzel alles Übels; 1. Timoth 6,10) lässt sich das Bild eines Baums entwickeln: ein Laster als Wurzel, die übrigen gehen als Stamm und Zweige daraus hervor. Diese Allegorie enthält eine Aussage: Wenn die Wurzel übel ist, sind es die Zweige auch.

Kompositwesen wie die gezeigten indessen sind aus Körperteilen verschiedener Tiere zusammengeklittert, und das Ganze ist nicht mehr als die Summe der Teile. Sie machen keine neue Aussagen über das Wesen der Sünden. Der Informationswert ist ein mnemotechnischer: so bleiben die Laster besser im Gedächtnis – und zusammen sind sie besonders sind scheusslich. – Selstamerweise werden auch Tugend-Allegorien mit solchen Kompositwesen dargestellt, die sind zwar ebenso scheusslich, sollen aber dorch positiv verstanden werden...

Tugendallegorien

Reinmar von Zweter

Eine frühe Fassung (nur Text, noch ohne Bild) eines solchen Kompositwesens findet sich bei Reinmar von Zweter (1. Hälfte des 13. Jhs.). Die Bildbeschreibung in der ersten Strophe stellt gleichsam ein Rätsel dar, das dann in der zweiten aufgelöst wird. (Die Gedichte Reinmars von Zweter, hg. Gustav Roethe, Leipzig: Hirzel 1887. Spruch Nr. 99 und 100 und Anmerkungen S.596; Übersetzung angelehnt an diejenige von Isabell van Ackeren)

Unt solt ich mâlen einen man,
dêswâr, den wolt ich machen harte wunderlîch getân,
daz er doch hieze ein man: ich mâlte sîn niht als man manegen siht.
Er müeste strûzes ougen haben
und eines cranches hals, dar inne ein zunge wol geschaben,
und zwei swînes ôren: lewen herze des vergaeze ich niht.
Ein hant wolt ich im nâch dem arne mâlen;
an der andern wolt ich niht entwâlen,
ich wolt si bilden nâch dem grîfen,
dar zuo die vüeze als einem bern:
sus wolt ich ganzes mannes wern:
swer des niht hât, von dem mac manheit slîfen.

Wenn ich einen Mann malen müsste, wahrlich, den würde ich sehr seltsam aussehen lassen, aber so, dass er immer noch als Mann bezeichnet werden müsste; aber ich würde ihn nicht so malen, wie man manchen sieht. Er müsste Straussenaugen haben und den Hals eines Kranichs, darin eine gut polierte Zunge, und zwei Schweinsohren; das Herz eines Löwen würde ich nicht vergessen. Eine Hand würde ich ihm wie bei einem Adler malen; bei der anderen würde ich nicht zögern, sie nach der eines Greifen zu gestalten; dazu die Füße wie bei einem Bären. So würde ich einen vollständigen Mann ausstatten. Wer das nicht hat, dem fehlen die Eigenschaften eines Mannes.

Strûzes ougen sol ein man
durch lieplich angesihte gegen den sînen gerne hân,
unt eines cranches hals durch vürgedenken, waz er sprechen müge.
Sîn zunge sol im sîn geschaben
durch wort gar âne vlecken: der sol er gern unt sol ouch haben
durch hoeren swînes ôren, wâ im ze stân od aber ze vliehen tüge.
Lewen herze durch wer, ein hant nâch dem arne,
die sol er hân durch milte, niht ze sparne:
die nâch dem grîfen durch behalden,
berenvüeze vür den zorn; alsô hân ich den man erkorn:
swelch man daz hât, der mac wol manheit walden.

Die allegorischen Auslegungen beruhen auf der mittelalterlichen Tiersymbolik (Physiologus, Bestiare, Enzyklopädien).

Straussenaugen soll ein Mann haben, um die Seinen freundlich anzusehen,

Der Strauss brütet die Augen aus, indem er sie drei Tage lang anschaut

und einen Kranichhals, um vorausschauend zu überlegen, was für ihn zu sagen geeignet ist.

Die Worte sollen sich langsam durch den langen Hals zwängen; das heisst, man soll bedenken, was man spricht

Seine Zunge soll glattgeschabt sein, um makelloser Worte willen. Eine solche [Zunge] soll er haben

und auch Schweinsohren, um zu hören, wo es für ihn angebracht ist standzuhalten oder zu fliehen.

Der Mensch wird bezüglich der Hörfähigkeit vom Eber übertroffen.

Ein Löwenherz, um sich wehren zu können, soll er haben

und eine Hand wie ein Adler, damit er freigebig ist und nicht knauserig.

Der Adler teilt wegen seiner edlen Gesinnung die Beute mit andern Vögeln

Die Greifenhand aber soll er haben, um auch festhalten zu können,

Greifen galten als Wächter von Schätzen.

Und Bärenfüße gegen den Zorn.

Der Bär kann nicht schnell laufen, weil die Gelenke der Hinterbeine  anders herum angelegt sind als die bei den anderen Tieren.

So stelle ich mir einen Mann vor. Ein Mann, der darüber verfügt, der kann auch wie ein Mann handeln.

Ulrich von Hutten

Ulrich von Hutten (1488–1523) hat in jungen Jahren ein programmatisches Gedicht verfasst, in dem er den »Vir bonus«, d.h. den idealen Mann charakterisiert. Nach wortreichen moralinsauren Versen über die zu verachtenden Übel der Welt (worin alle sieben Laster genannt werden) entwirft er ein Kompositwesen der postiven Eigenschaften; es scheint, dass er Texte wie den von Reinmar gekannt hat. Das 73 Distichen lange lateinische Gedicht ist 1513 erschienen, und der Drucker hat dem Text ein Bild beigegeben.

Die einzelnen Gliedmaßen haben je eine allegorische Bedeutung:

  • Wie der Eber den Wuchs der Wiesen erlauscht, so fasst sein Ohr das verkündete Wort
  • Die blühenden Lilien, die auf der einen Seite aus dem Munde entsprießen, besagen, dass seine Rede das Größte zutage fördert.
  • Das Schwert auf der andern Seite bezeugt, dass er für das Recht einsteht.
  • Der Schwanen- oder Schlangenhals zeigt an, dass der vir bonus nichts unbedacht spricht (es dauert ja eine Weile, bis das Wort aus der Brust bis zum Mund gelangt...). Der Illustrator hat ein mühseliges Geschäft: Sollte er nun einen Schwanen- oder einen Schlangenhals zeichnen?
  • Auf der Brust hat der das grimmige Gesicht eines Löwen, das für seinen Mut steht. Der Illustrator muss also zwei Gesichter zeichnen.
  • Die Bärentatze verweist auf die Festigkeit des Geistes.
  • Die den Beutel verschließende und die Münzen spendende Hände bedeuten, dass er weder zu verschenderisch noch zu knauserig ist.
  • Er trägt ein schönes Gewand, weil die Anmut die Ernsthaften gewinnt.
Der lateinische Text in: Ulrichi Hutteni equitis Germani opera quae reperiri potuerunt omnia, hg. Eduard Böcking, Leipzig: Teubner 1859–1862; Bd. 3: Ulrichi Hutteni poemata cum corollariis, 1862.
Mangelhafte deutsche Übersetzung in: Ulrich von Hutten's Jugend-Dichtungen, didaktisch-biographischen und satyrisch-epigrammatischen Inhalts. Zum erstenmal vollständig übersetzt und erläutert von Ernst Münch. 2.Ausg., Schwäb. Hall: Haspel, 1850 [ohne Bild]

 

Literaturhinweise

Fritz Saxl, Aller Tugenden und Laster Abbildung, Festschrift J.Schlosser, Wien 1927.

Adolf Katzenellenbogen, Allegories of the virtues and vices in medieval art from early Christian times to the thirteenth century. London 1939 (Studies of the Warburg Institute 10); Nachdruck 1968.

Gérard CAMES, Allégories et Symboles dans l’Hortus Deliciarum, Leiden 1971.

Michael CURSCHMANN, Facies peccatorum – Vir bonus: Bild-Text-Formeln zwischen Hochmittelalter und früher Neuzeit. In: Poesis et pictura. Festschrift für Dieter Wuttke zum 60. Geburtstag, hg. von St. Füssel und J. Knape, Baden-Baden 1989, S. 157–189.

Eckart Conrad LUTZ, Spiritualis Fornicatio. Heinrich Wittenwiler, seine Welt und sein »Ring«, Sigmaringen 1991.

Christoph Gerhardt, Reinmars von Zweter 'idealer Mann', in: PBB 109 (Tübingen 1987), S. 51–84 und 222–251. 

 

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