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Projekt für 2018: Symbolische / fiktive Landkarten

Jede normale Landkarte ist ein Modell (Modelle sind Spezialfälle von Symbolik) der Wirklichkeit; sie beruht auf Transformationsregeln (Projektion, Maßstab; Vereinfachungen). Landkarten werden zudem mit sog. Signaturen versehen, das sind Pictogramme, die oft einen nicht mehr durchschauten symbolischen Hintergrund haben.

Die Vorstellung einer Landkarte, d.h. eines auf die Fläche projizierten Raums dient aber auch als Medium, um andere Themen zu repräsentieren als die Erdoberfläche:

Die mittelalterlichen abendländischen OT-Karten , die im Grunde genommen geographische Auslegeordnungen von Enzyklopädien sind.

Bsp. die Hereford Map > http://www.themappamundi.co.uk/mappa-mundi/

Londoner Psalterkarte, ca. 1265 > https://en.wikipedia.org/wiki/Psalter_world_map#/media/File:Psalter_Worl...

Plan von Jerusalem > http://tinyurl.com/zscpb87

Stabkarten der Bewohner der Marshallinseln > http://thenonist.com/index.php/thenonist/permalink/stick_charts/

Verwendung von allegorischen/symbolischen Mitteln und Pictogrammen in Choroplethkarten

Akzentuierungen von interessierenden Eigentümlichkeiten mittels Verzerrungen und anderen Techniken

Kartographien von Herrschaft > http://www.hist.uzh.ch/fachbereiche/mittelalter/titularprofessuren-und-p...

Allegorisch interpretierte geographische Karten:

Opicinus de Canistris (1296 – ca. 1353) > http://tinyurl.com/znv5x7p

Leo Belgicus 1583 > http://tinyurl.com/ztm8g4c

Paul Hadol, Carte drôlatique d’Europe pour 1870 > https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bb/Humoristische_Karte_...

Humoristische Karte von Europa (1914) > https://digital.library.cornell.edu/catalog/ss:3293872

Karten, die literarische Räume veranschaulichen: Es gibt eine Skala: 

• Wirkliche Orte, an denen eine literarische Geschichte spielt (Joyce’s Dublin)

• Rekonstruktion einer Landschaft aus dem Text (die Fahrten des Odysseus im Mittelmeer; Vergils Unterwelt; Dante; Tolkiens »Middle earth«) 

• Orte, die (wohl absichtlich) nicht topographisch festgelegt sind, etwa Entenhausen > http://www.duckipedia.de/index.php5?title=Entenhausen

In eine Landschaft allegorisch hinaus-projizierte Seelenreise. Vgl. dazu Giuseppe Billanovich, "Petrarca e il Ventuso", in: Italia medioevale e umanistica 9 (1966), pp. 389-401; deutsch "Petrarca und der Ventoux", in: Petrarca, hg. August Buck (Wege der Forschung 353), Darmstadt: wbg 1976, S. 444–463.

Phantastische Karten:

Utopie des Thomas Morus > https://de.wikipedia.org/wiki/Utopia_%28Roman%29#/media/File:Insel_Utopi...

A Plan of the Road From the City of Destruction to the Celestial City, Adapted to »The Pilgrim’s Progress« (1821) > https://digital.library.cornell.edu/catalog/ss:3293746

Karte des Schlaraffenlandes: Remondini in Bassano [Drucker] »Discritione del paese di chucagna dove chi manco lavora piu guadagna« (1606) – Johann Baptist Homann (1694);

»Carte de Tendre« von Mme. Madeleine de Scudéry > https://fr.wikipedia.org/wiki/Carte_de_Tendre

Johann Gottlob Immanuel Breitkopf, »Beschreibung des Reichs der Liebe, mit beygefügter Landcharte«, Leipzig 1777 > http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111945/1/cache.off

»Woman’s Heart« > http://www.thehistoryblog.com/archives/13567

Robert Louis Stevenson soll zu seiner Story »Treasure Island« durch die Skizze einer Landkarte angeregt worden sein: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8c/Treasure-Island-map....

Die ›mentale‹ Karte, ausgehend von der präzis erfassten relevanten Welt und verdämmernd weit hintenbei den fremden Gegenden: Saul Steinberg  (1914-1999), »View of the World from 9th Avenue«, Cover drawing for: The New Yorker, March 29, 1976 > http://www.saulsteinbergfoundation.org/gallery_24_viewofworld.html

Karten im Dienst der Mnemotechnik: Jean Chéron / Léonard Gaultier: »Typus necessitatis Logicae Ad alias Scientiae Capessendas« — Vgl. Susanna Berger, The invention of wisdom in Jean Chéron’s illustrated thesis print, in: Intellectual History Review, Vol. 24 (2014); Issue 3, pp. 343–366. > http://dx.doi.org/10.1080/17496977.2014.891173

Kartierungen des Raums der möglichen Gefühle vgl. Wolfgang Marx, Geographie der Leidenschaft, in: Sturzflüge 28 (1989) S. 43-45.

Die Narrative Landkarte als psychologisches Diagnose-Instrument (Ursula Knizia)

 

Hinweise:

Links zu Websites

• Die bemerkenswerte Karte. Eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e. V. > http://bk.dgfk.net/

• Cornell University Library: Persuasive Maps   

http://www.enzyklopaedie.ch/dokumente/geographica.html

http://www.literaturatlas.eu

• Kartographie des Unbekannten (Uni Trier) https://www.uni-trier.de/index.php?id=36218

http://www.mittelalter-server.de/Mittelalter-Karten/Das-Mittelalter_ma_k...

http://www.cartographic-images.net/Cartographic_Images/Cartographic_Imag...

http://www.maphistory.info/sitemap.html

 

Publikationen

• Daniel Maher, Du pays de Tendre au Royaume de Coquetterie. Utopie, dystopie et géographie sentimentale au XVIIe siècle > http://fis.ucalgary.ca/Maher/557/CartedeTendreRdC.html

• Giuliana Bruno, Atlas of Emotion: Journeys in Art, Architecture, and Film
Studies in modernity and national identity, New York: Verso 2002.

• Jeffrey N. Peters, Mapping Discord: Allegorical Cartography in Early Modern French Writing, Newark: University of Delaware Press 2004.

• Franz Reitinger, Am Kanal. Geopornographie der Vormoderne, in: Christian Reder (Hg.), Kartographisches Denken, Edition Transfer bei Springer Wien / NewYork 2012, S.223–357.

• Stefan Ekman, Here Be Dragons. Exploring Fantasy Maps and Settings, Middletown (Connecticut): Wesleyan University Press 2013.

• Umberto Eco, Die Geschichte der legendären Länder und Städte (Storia delle terre e dei luoghi leggendari) München: Hanser 2013. — Thema sind v.a. versunkene Kontinente wie Atlantis, Lemuria und Agartha

• Martin Vargic, Miscellany of Curious Maps, New York, NY: Harper Design 2015.

• Chet Van Duzer / Ilya Dines, Apocalyptic Cartography. Thematic Maps and the End of the World in a Fifteenth-Century Manuscript, Boston: Brill / Hes & De Graaf 2015.  

Digitalisat der hier besprochenen Karten > http://dpg.lib.berkeley.edu/webdb/dsheh/heh_brf?Description=&CallNumber=...

Vgl. beispielsweise Folio 10v: Prophecy map of world to AD 1600-1606. 

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Einige Bildmaterialien:

 

Dantes Inferno mit den Etagen der 7 Sünden:

Girolamo Benivieni (1453–1542), Dialogo di Antonio Manetti cittadino Fiorentino circa al sito, forma, & misure dello Inferno di Dante Alighieri poeta excellentissimo, Florenz: Filippo Giunta, ca. 1506. > Digitalisat auf Wikimedia oder > http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k595743/f99.item

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Der Holzschnitt der Karte Europa in forma virginis soll zuerst von Johannes Putsch geschaffen und 1537 gedruckt worden sein; vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Europa_regina

1587 übernimmt das Bild Heinrich Bünting (1545–1606) in »Itinerarium sacrae scripturae«, Ausgabe Wittemberg: Krafft 1587 (unbrauchbares Digitalisat der BSB) – die Signatur auf dem Holzschnitt lautet C.P. 1548 > https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Bünting

Die Überformung der geographischen Karte mit der Figur einer Königin soll wohl den Anspruch der europäischen Länder über die neu entdeckten veranschaulichen.

Sebastian Münster hat das Bild (kommentarlos) in seine »Cosmographia« aufgenommen – wann zum ersten Mal? Nachweislich in der Auflage Basel: Sebastian & Henric Petri 1588, fol. xlj  > http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00074488/image_177

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Daniel sieht in einer Vision vier Tiere (Dan. 7,1ff. – Text der Ausgabe 1545): ein Löwe mit Adlerflügeln; ein fleischfressender Bär; ein Panther mit vier Flügeln und vier Köpfen; ein Tier mit großen Zähnen aus Eisen, das alles zermalmt, und mit zehn Hörnern, an einem ein Menschenmaul; Daniels Deutung (Dan 7,17ff.)

Martin Luther deutet in seiner »Vorrede auf den Propheten Daniel« (Text hier) auf die vier historisch aufeinander folgenden Weltreiche: der Löwe ~ Assyrien und Babylon; der Bär ~ Königreich der Persen und Meden; der Panther/Parde ~ das Reich Alexanders des Großen; das Tier mit den eisernen Zähnen ~ das Römische Weltreich.  Zum vierten Tier heißt sagt er: VND das ein kleins Horn/ sol drey Hörner von den fordersten zehen Hörnern abstossen/ Das ist der Mahmet oder Türcke/ der jtzt Egypten/ Asiam vnd Greciam hat. […].

Bild: Monogrammist A.W. in: Martin Luther, Der Prophet Daniel Deudsch, Wittenberg: [Hans Lufft] 1530. – Der Graphiker hat die vier Weltreiche statt in eine historische Reihe auf eine geographische Weltkarte projiziert, wobei Luthers Gedanke der (apokalyptischen) Bedrohung Europas durch die Türckengefahr verlorengeht.

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»Carte du Royaume de Coquetterie« (anonym, 1654)

Bibliothèque nationale de France > http://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb41502834g  > http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b8404250w

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Bernard le Bovier de Fontenelle (1657–1757) schreibt 1678 eine Satire »Description de l’Empire de la Poésie« (erschienen in Mercure Galant de l’an 1678, pp. 79–89). Dazu gibt er (p. 78) eine allegorische Landkarte der Poesie:

Text folgt

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Das Titelkupfer des (fälschlich Abraham a Santa Clara zugeschriebenen) Buchs zeigt einen Globus, der von Chronos aufgesprengt wird und aus dem Narren herausquellen; die Kontinente sind mit den Namen der Erbsünden angeschrieben: Superbiae R[egnum] Avaritiæ R., Luxuriæ Regnum, Gulæ Regnum, Iræ R., Invidiæ R., Aecediæ R.

Centi-Folium stultorum in Quarto. Oder Hundert Ausbündige Narren in Folio. neu aufgewärmet und in einer Alapatrit-Pasteten zum Schau-Essen, mit hundert schönen Kupffer-Stichen, zur ehrlichen Ergötzung, und nutzlichen Zeit-Vertreibung, sowohl frölich- als melancholischen Gemüthern aufgesezt, auch mit einer delicaten Brühe vieler artigen Historien, lustiger Fablen, kurtzweiliger Discursen, und erbaulicher Sitten-Lehren angerichtet, Wien, Lehmann o.J. (1724)

Das Bild ist angeregt vom Frontispiz eines thematischen Vorgängers: [Albert Joseph Conlin , Pseudonym Albert Joseph Loncin von Gominn]): Der christliche Welt-Weise Beweinet die Thorheit der neu-entdeckten Narrn-Welt, Theil 1; Augsburg: Walder 1706.

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Johann Heinrich Streulin (1661–1742) hat – in Anlehnung an den Leo Belgicus um 1698 – den Kanton Zürich als Löwenkopf allegorisiert. – Das Kupfer ist von Johann Georg Seiller (1663–1740).

> http://www.e-rara.ch/zuz/content/pageview/8562855

Im Text sagt er zuerst, dass beinahe jedes Land in sonderbarer Gstalt mag abgebildet werden: Amerika in Gestalt eines Westfälischen Schinken, Afrika als Herz, Europa als Jungfrau, Asien als Pferd usw. Dann kommt er auf Zürich zu sprechen, dessen Wappenhalter zwei aufgerichtete Löwen sind.

Ein Löwenhaubt gleichfahls das ZURICH-Land erklärt.
Die grosse ZURICH-Statt selbs ist des Haubtes Rachen/
Der offen steht/ um forcht den Feinen zuursachen.
Der lange Zungen-See zum Schutz und trutz rauslallt/
So manchem übel gnug und manchem wolgefallt.
[…]
Mehr Keiburg/ Winterthur sind zwey sehr helle Augen/
Theils zum umsehen sie/ theils zum außspehen taugen.
[…]
Das rechte Ohr ist Stein/ das linke Elg zunennen/
Weil darmit/ was passirt an Grenzen zuerkennen.
Fallt guts/ fallt böses für bim Landvolk in der näh/
Sein Gruch emfpinden bald Gröningen/ GreiffenSee.

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Berühmt ist die Karikatur von James Gillray (1757–1815) »The Plumb-pudding in danger, or, State Epicures taking un Petit Souper« (1805), die die ›Teilung‹ der Mächte auf der Erde wörtlich nimmt: Napoleon und der Britische Prime Minister William Pitt zerschneiden den Globus:

> https://de.wikipedia.org/wiki/James_Gillray#/media/File:Caricature_gillr...

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Im folgenden Beispiel (1948) ist das Thema das Land Portugal. Der Lexikontext besagt: Vom einstigen großen Kolonialreich, nam. in Südamerika u. Asien, verblieben P. ansehnl. Reste; so in Afrika die Kapverdischen Inseln, Guinea, […] Angola, Mozambique; […].

Einer Karte Europas sind die Umrisse der genannten Gebiete überlagert; diese Teile sind  dekontextualisiert und neu angeordnet.  Für den Betrachter, der die Ausmaße Europas abschätzen kann, wird augenscheinlich, wie klein das Land ist, das über so große Länder als Kolonien herrscht:

Quellenangabe: Schweizer Lexikon in sieben Bänden [hg. Gustav Keckeis u.a.], Zürich: Encyclios-Verlag  1945–1948, s.v. Portugal (1948). – (Die Kartenprojektion, was entscheidend wäre, ist nicht angegeben, nehmen wir an, es sei eine flächengetreue.)

 

 

 




 

Weitere Ideen:

 

 

Die Abbildung des Sozialen in symbolischen Formen.

Ernst Kantorowicz erklärt in seinem Buch "Die zwei Körper des Königs", ein sozialer Körper ist ein Körper, den man nicht sehen kann. Der Satz ist ungefähr zehn Sekunden lang richtig. Das französische Volk oder die Zürcher oder die Ärzte kann man tatsächlich nicht sehen. Man sieht immer nur einzelne Personen.

Aber dann merkt man: Wenn soziale Aggregate nicht in irgendeiner Form wahrnehmbar wären, dann könnten wir gar nicht über sie sprechen. Freilich: Auf die Form kommt es an. Aber da gibt es ja eigentlich recht viel Auswahl: Fahnen, Abzeichen, Trachten, Uniformen, Denkmalsfiguren, Tätowierungen und sogar anthropomorphisierte Landkarten und sportliche Wettkämpfe. Das alles sind Möglichkeiten, einen sozialen Körper sichtbar zu machen. Aber nicht nur der Historiker oder der Ethnologe kann in diesem kultursemiotischen Diskurs mitreden, es gibt da auch einen sehr zeitgenössischen Aspekt. Zum Beispiel, wenn wir an die Modelabel denken,  mit denen sich heutzutage manche Leute als zugehörig oder "in" ausweisen. In einer zunehmend atomisierten Massengesellschaft spielen solche versuchten oder fiktiven Zugehörigkeiten eine wichtige Rolle.

(Anregung von Andreas Hebestreit)



Psychoanalytische Deutungen von Narrativen

Anregungen (chronologisch):

  • Sigmund FREUD, Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva, Leipzig und Wien: Heller 1907.
  • Carl Gustav JUNG, Psychologie und Alchimie, Zürich: Rascher 1944.
  • Linda FIERZ-DAVID, Der Liebestraum des Poliphilo. Ein Beitrag zur Psychologie der Renaissance und der Moderne, Zürich: Rhein-Verlag 1947. [Zusammenfassung und Kommentar der »Hypnerotomachia« im Lichte der Psychologie von C.G.Jung]
  • Antoinette FIERZ-MONNIER, Initiation und Wandlung, Zürcher Diss., Bern 1951. [zum Artusroman aus Sicht von C.G.Jung]
  • Hedwig VON BEIT, Symbolik des Märchens, Bern: Francke 1952.
  • Emma JUNG / Marie-Louise VON FRANZ, Die Graalslegende in psychologischer Sicht, Zürich 1960.
  • Eugen DREWERMANN, Tiefenpsychologie und Exegese, Olten: Walter (2 Bände) 1984/85.
  • Aron Ronald BODENHEIMER, Der Waldgänger. Wenn die Melancholie dichtet, Wien: Passagen-Verlag 1993.
  • Brigitte BOOTHE, Das Narrativ. Biografisches Erzählen im psychotherapeutischen Prozess, Stuttgart: Schattauer 2010.
  • Peter VON MATT, Literaturwissenschaft und Psychoanalyse, Freiburg/Br.: Rombach 1972.
  • Freiburger Arbeitskreis Literatur und Psychoanalyse: http://www.litpsych.uni-freiburg.de/wp/

 



Darstellung des Nicht-Darstellbaren

GottesbilderSeelenbilderEmotionen — Tabuisiertes — die Entscheidunggeheime Botschaften — usw. —

 



Symbole der Macht; Aktualität und Vergänglichkeit der Status-Symbole

in der Architektur: von den barocken Residenzen zu den Bankgebäuden

bei Insiginien: Krone, Szepter, Heraldik

in Bildnissen und Denkmälern z.B. Reiterstandbilder

in der Kleidung: Uniformen

in Huldigungsritualen

in Karikaturen und Allegorien (Animal Farm)

in der Musik (Pauken und Trompeten)

...



Was geschieht beim Verlust des Symbols?

Fundamentalismus entsteht durch das Wörtlichnehmen, d.h. die Unfähigkeit des Symbolisierens. Findet sich diese Form auf der ICD - http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_psychischer_Störungen ? – Vgl. »Deux erreurs: 1° prendre tout littéralement; 2° prendre tout spirituellement.« (Blaise PASCAL, Pensées, Nr. 648 [Brunschvicg])

 



Handwerk, Technik, Maschinen als Modelle für Lebendiges

Beispiele: der Roboter • Unkraut jäten für Aszese • Iatromechanik • die mystische Mühle • L’homme machine • Wahlverwandtschaften • der rasende Webstuhl der Zeit • Überdruckventil der Emotionen • Hardware/Software im Gehirn • Gleichschaltung • ...

 

 

Exkursionen

 

Embleme der Wallfahrtskirche Hergiswald. Link

Die romanische Bilderdecke der Kirche St. Martin in Zillis. Link

Die Felszeichnungen von Crap Carschenna. Link

Führung durch das Money Museum (Zürich)  Link

 

 



Im Aufbau … Holzschnitt des Petrarkameisters, aus: Officia M. T. C. Ein Buch So Marcus Tullius Cicero der Römer zu seynem Sune Marco. Von den tugentsamen ämptern vnd zugehörungen eynes wol vnd rechtlebenden Menschen ..., Augspurg: Steyner, 1531, fol. XLVIverso